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Bernd Joschko, 04.07.2008

Warum sich die Selbstheilung vor Gericht verantworten musste.
Es kommt vor allem auf die Blickrichtung an...
Wen die Diagnose Krebs getroffen hat, der wird in der Regel erschrecken und sich vor der Bedrohung seiner Existenz fürchten. Weiterleben oder sterben? Was ist zu tun? Kann man überhaupt etwas tun? Den Krebs annehmen oder gegen ihn zu Felde ziehen? Frieden schließen oder kämpfen? Mit wem Frieden schließen? Oder wie kämpfen? Immer gibt es diese zwei unterschiedlichen Richtungen, in die ein Betroffener gehen kann. Viele, die gewohnt sind, das Leben hinzunehmen, wie es ist, weil es angeblich sowieso nicht zu ändern ist, die werden auch den Krebs “hinnehmen”. Die haben die geringeren Überlebenschancen. Denn wer nicht kämpft, hat schon verloren. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass es sich bei einer Krebskrankheit wirklich auszahlt, wenn der Überlebenswille der Patienten gestärkt wird. Dabei stellt sich immer die Frage: Begünstigt eine bereits vorhandene Resignation den Krebs, oder führt dieser erst zur Resignation? Das altbekannte Henne-Ei-Dilemma. Was war wohl zuerst da?
Meine 20-jährige Erfahrung mit Krebskranken sagt mir: Beides stimmt. Immer haben wir es mit einer Wechselwirkung zu tun. Und ich konnte über die Jahre hinweg eine weitere entscheidende Erkenntnis gewinnen: Krebs ist stets ein “Nein zum Leben“. Ganz gleich, ob sich der Betreffende dessen bewusst ist oder nicht. Bei allen an Krebs Erkrankten haben wir große Bereiche im Unterbewusstsein gefunden, die mit diesem “Nein“ zusammenhängen. Deshalb waren wir gedrängt zu fragen: Sterben die Menschen eigentlich an den Tumoren und den Metastasen oder vielmehr daran, dass ihr “Nein” größer und gewichtiger ist als ihr “Ja zum Leben”? Vieles spricht dafür, dass Letzteres zutrifft. Das würde als Konsequenz bedeuten: Der Krebskranke müsste sein inneres “Ja” vergrößern, es stärken, bis es über das „Nein“ triumphiert. Leicht gesagt, aber schwer getan?
Es bestreiten inzwischen wohl selbst konventionelle Onkologen nicht, dass bei Krebs die Selbstheilungskräfte gestärkt werden müssen. Dennoch werden die bösartigen Geschwülste fast immer von außen bekämpft: mit dem Skalpell, mit chemischen Zellgiften und mit radioaktiven Strahlen. Kein Wunder, wenn das nicht gut geht. Denn in dem Maße, wie der Körper zusätzlich und massiv mit Chemie und Strahlen belastet wird, vergrößert sich jenes „Nein zum Leben“, das auf verschiedene Weise im Unterbewusstsein vergraben ist. Die „Erfolgsgeschichte“ der Chemotherapie legt davon Zeugnis ab und wird darum zusehends kritischer betrachtet – und dies nicht nur von den geduldig auf Heilung wartenden Patienten.
Auf die Frage “Soll man auf Chemotherapie verzichten”? - antwortete Professor Kurth, Präsident des Robert-Koch-Instituts und Leiter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte im Fernsehen: “Bei krebskranken Patienten nehmen wir ganz große Nebenwirkungen in Kauf, um in der Hoffnung noch einen gewissen Nutzen zu haben.” Bei manchen Krebsarten sei „die psychologische Wirkung vielleicht stärker als die Wirkung auf den Tumor”. Also gilt doch allzu oft nur das „Prinzip Hoffnung” nach der Devise „Der liebe Gott wird’s schon richten!“?
Hilflose Strategie der Vernichtung
Aus der Sicht der schulmedizinischen Krebsforschung ist der Tumor das “Böse” schlechthin. Ihn gilt es zu vernichten. Sobald er nicht mehr zu sehen ist, gilt er in der Regel als besiegt. Doch sehr oft geht die Sache mehr nach dem Muster aus, das uns von Herakles bekannt ist, dem Helden der griechischen Antike. Schlug dieser der neunköpfigen Hydra eines ihrer Häupter ab, wuchsen ihr sogleich zwei neue nach. Ärzte gehen mit dem Krebs ebenso um. Sie haben ein ähnliches Feindbild. Und ihnen widerfahren die Folgen in gleicher Art.
Strahlen und Medikamente verletzen den Tumor (und nicht nur ihn). Nicht immer, aber auch nicht selten, schrumpft er, scheint gar gänzlich zu verschwinden. Doch plötzlich, nach Monaten oder nach Jahren und wie aus dem Nichts heraus, wuchert die neue Geschwulst heran: Die ähnelt der alten verblüffend, ist zudem aber in aller Regel erheblich gefährlicher.
Lange Zeit haben Wissenschaftler gerätselt, aus welchem Reservoir diese Tumoren wohl nachwachsen. Doch inzwischen geben sich viele Onkologen überzeugt, den Ursprung dieses „Bösen“ erkannt zu haben: Im Körper eines an Krebs Erkrankten schlummert offenbar eine unterschiedlich große Anzahl entarteter Zellen. Diese trotzen allen herkömmlichen Therapieversuchen - und können eines Tages neue Tumoren und Metastasen hervorbringen.
Diese Krebs-„Keimlinge“ besitzen laut einer aktuellen medizinischen Information Eigenschaften, wie sie bisher nur von Stammzellen bekannt waren: Sie sind praktisch unsterblich, tragen bestimmte Proteine auf ihren Oberflächen und können zu den unterschiedlichsten Zelltypen heranreifen. So wie eine Herzstammzelle sämtliche Zelltypen hervorzubringen vermag, aus denen ein Herz besteht, so kann eine Krebsstammzelle alle Zellarten entstehen lassen, die sich in einem Tumor finden lassen.
Wenn man also, wie es weiland Herakles mit dem neunköpfigen Drachen erging, das Böse, den Krebs nicht mit Gewalt besiegen kann, weil die „Köpfe“ der Hydra nachwachsen - könnte man dann vielleicht die vermuteten Krebskeimlinge, jenes „Urböse“, dingfest machen und vernichten? Auch ein solcher Lösungsansatz entspricht ganz unserem abendländischen Denken. Und er führt nicht weiter.
Auf der Suche nach der „Befehlszentrale“
Was, wenn man grundsätzlich anders an das Problem heranginge? Müssen wir nicht fragen: Warum entarten gesunde Zellen zu Krebszellen? Wer oder was gibt ihnen den Befehl dazu? Denn der Krebs ist nur ein sichtbares Symptom. Es scheint uns zwar, er sei es, der den Körper zerstört. Doch ist es nicht angesichts des permanenten Nachwachsens der „Drachenköpfe“ geradezu zwingend, zu vermuten, dass die eigentlichen Kräfte, die das Leben zerstören, weit „dahinter“ liegen? Im Verborgenen? Und gilt es dann nicht, diese destruktiven Kräfte aufzuspüren?
Viele Antworten, die weiterhelfen, lassen sich in den Bildern der Innenwelt finden. Es scheint so zu sein, dass seelische Kräfte von neuronal abgespeicherten Energiebildern überlagert werden, die aus subjektiv als dramatisch empfundenen Ereignissen des betreffenden Individuums stammen und diese in Rede stehenden “Nein”-Kräfte erzeugen. Mitunter bedarf es dann nur eines relativ kleinen Auslösers, damit das komplexe System “Mensch” zusammenbricht. Oftmals genügt schon die als Schock empfundene Diagnose “Sie haben Krebs”.
Professor Klaus-Dieter Schulz von der Hessischen Krebsgesellschaft sagte im HR-Fernsehen: "Die Diagnose bedeutet einen absoluten Sturz aus der normalen Wirklichkeit, und die Patientinnen und Patienten versinken akut in ein wirkliches schwarzes Loch. - Es wird unmittelbar eine Verbindung assoziiert zwischen der Krankheit und einem tödlichen Krankheitsverlauf!”
Sterben die Menschen nun am Krebs oder an den Folgen seiner Bekämpfung, an der „Austreibung des Bösen“? Es zeigt sich immer wieder: Klienten mit der Diagnose einer bösartigen Erkrankung, die nun in ihrer Innenwelt gleichsam eine Tür mit der Aufschrift “Krebs” öffnen sollen, finden jetzt oft keinen Boden mehr unter ihren Füßen. Dabei konnten wir feststellen, dass dafür so manches frühere Ereignis im Leben des Klienten mitverantwortlich ist.
Ein „ethischer“ Vorwand
Noch einmal: Sterben die Menschen am Krebs oder an den vielen zusätzlichen Belastungen der Krebstherapie? Genau weiß das niemand. Man müsste dazu einer bestimmten Anzahl von Patienten die “rettende” Chemotherapie verweigern und nun nachschauen, wo mehr sterben bzw. überleben - in dieser Gruppe oder in der chemotherapierten Vergleichsgruppe. Solche vergleichenden Studien werden jedoch nicht gemacht, weil sie als unethisch gelten. Aber allein schon die Statistik lässt deutliche Vermutungen zu:
Immer neuere und teurere Chemotherapien bringen schwer krebskranken Patienten offenkundig keinen Nutzen. Trotz des Einsatzes dieser zunehmend kostenintensiveren Therapien hat sich die Überlebensrate bei Organkrebs im fortgeschrittenen Zustand nicht verbessert. Dies berichtet DER SPIEGEL in seiner Ausgabe 41/2004.
Ein „Schuss“, der nach hinten los ging
"Was das Überleben bei metastasierten Karzinomen in Darm, Brust, Lunge und Prostata angeht, hat es in den vergangenen 25 Jahren keinen Fortschritt gegeben" - so der Epidemiologe Dieter Hölzel. Im Gegenteil, er befürchte, dass „die systematische Ausweitung der Chemotherapie gerade bei Brustkrebs für den Rückgang der Überlebensraten verantwortlich sein könnte.”
Mit dieser Auffassung steht dieser Mann durchaus nicht allein. Auch Wolfram Jäger, Leiter der Gynäkologie der Städtischen Kliniken Düsseldorf, räumt ein: “Es gab und gibt keine Erfolge. Da werden riesige Mengen von Frauen behandelt, ohne dass ein Nutzen tatsächlich bewiesen wäre. Wenn Sie das den Patientinnen sagen, die verzweifeln ja total.”
Warum aber werden Konzepte beibehalten, wenn sie keinen Erfolg haben? Offensichtlich wurde der mit ihnen anfänglich verbundene Heilanspruch von ihren Urhebern längst aufgegeben. Denn: Die Hersteller werben nur noch mit der angeblichen Verlängerung von Überlebenszeiten im Gefolge der Ablösung eines Zellgiftes durch ein anderes. Niemand kennt indes die negativen Spätfolgen der „moderneren“ Zytostatika und auch nicht die (Komplikationen verursachenden) Wechselwirkungen der verschiedenen Medikamente untereinander. Oft werden solche erst Jahre später entdeckt: WELT ONLINE meldete dazu am 27. Februar 2008: “Krebs-Medikament erhöht die Sterblichkeit - Die Medikamente sollen bei der Blutbildung helfen, verkürzen aber unter Umständen das Leben der Kranken: Erythropoietine - kurz: APO - erhöhen das Risiko für Blutgerinnsel in Beinen oder Lunge. Diese Mittel sind seit 15 Jahren im Einsatz.”
... aber die Umsätze steigen
Bundesweit summierte sich der Umsatz der Zytostatika zwischen August 2003 und Juli 2004 auf 1,8 Milliarden Euro - ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Konzerne haben eben nicht die Aufgabe, besser zu heilen, sondern mehr Umsatz zu machen. Damit es genau dabei die gewünschten Erfolge gibt, tragen täglich 17.000 Pharmavertreter in ihren Werbeeinsätzen zum Fortbestand der mechanistischen Weltsicht und des entsprechend aggressiven Therapiekonzepts bei, zu dessen Realisierung die „freiwillige“ Unterordnung der Patienten benötigt und organisiert wird. Lutz Hoffmann, Onkologe am Krankenhaus Hamburg-Barmbek, bemäntelte das vor der Öffentlichkeit. Im Sender N3 sagte er: “Der Patient kann doch nicht gezwungen werden - er macht es freiwillig!“ Mancher Arzt sei ein Überzeugungstäter - er wolle immer das Beste.
Wir brauchen ein neues Bewusstsein
Zuweilen kann selbst die Wirkung von Werbe- und politische Parolen zu Erkenntnissen führen. “Du bist Deutschland!” - diese Parole sollte motivieren und wurde gut angenommen. Der Slogan “Wir sind Papst” von 2005 wirkte damals sogar noch stärker. Ein Krebskranker könnte vielleicht zu einer analogen Einsicht gelangen: “Ich bin Krebs”. Das klingt eigenwillig, zumindest aber ungewohnt, doch es trifft offensichtlich genau den Kern der Situation des Betroffenen.
Der Dicke sagt ja auch: „Ich bin dick“, und der Raucher „Ich bin Raucher“. Und beide gelten nicht als krank. Hat doch eine Krankheit etwas Fremdes, von „Außen“ Kommendes. Einem Kranken muss man helfen: Er ist schließlich Opfer. Wenn aber der Krebskranke ehrlich zu sich selbst sagen kann: „Ich bin Krebs“, dann hat er eine Chance, diesen Teil seines Selbst zu erkunden und zu erlösen. Dann wird es ihm fern liegen, ihn nur zu bekämpfen.
Krebskranke Menschen haben ihren Krebs selbst „geschaffen“. Wer sonst? Ich sage bewusst nicht: verschuldet. Es wäre nicht die Wahrheit. Sie sind nicht schuldig, sie haben in dem Sinne nichts falsch gemacht. Die Entstehung des Symptoms “Krebs” ist viel zu komplex, wie im Folgenden noch aufgezeigt werden soll. Für die erste Aussage dieses Absatzes haben wir jedoch eine neue Sichtweise eingenommen: Wir erforschen nicht den Krebs - wir „erforschen“ vielmehr krebskranke Menschen: Wir schauen in sie hinein. Das hat, wie ich meine, noch niemand zuvor gemacht!
Auf den Spuren einer versteckten „Software“
Die Innenwelten von kranken und gesunden Menschen unterscheiden sich fundamental! Wir untersuchen, wenn man so will, die „Software“ des Gehirns, die Gesetze der Informationsverarbeitung in unserer Innenwelt. Die Einzigartigkeit einer Erkrankung oder Gesundung gibt Aufschlüsse über diese Gesetzmäßigkeiten. Üblicherweise werden Studien auf der Basis von Gruppen durchgeführt. Wir hingegen untersuchen Einzelfälle, beispielsweise den konkreten Fall einer Brustkrebsheilung. Und wir haben festgestellt, dass man auf diese Weise Erfolgsgeheimnisse der Natur entschlüsseln kann.
Allerdings müssen erst einmal Menschen gefunden werden, die bereit sind, eigene Wege zu gehen und damit gegen den „Mainstream“ zu laufen. Pioniere waren indes seit jeher selten, doch unglaublich wichtig für jede Weiterentwicklung. Wir versuchen deshalb schon lange, zu diesen Vorreitern zu gehören.
Bußgeld für Hilfe zur Selbsterkenntnis
Beispielsweise rieten wir bereits vor 8 Jahren Brustkrebsklientinnen: “Bevor Sie unabänderliche Tatsachen schaffen, probieren Sie doch mal eine Hintergrundauflösung”. Dieser ziemlich provokante Hinweis hat uns allerdings große Schwierigkeiten eingebracht: Das Referat für Gesundheit und Umwelt forderte nämlich daraufhin alle Münchner Synergetik-Therapeutinnen auf, sich von dieser von 96 Frauen getragenen Initiative “Brustkrebsstudie” zu distanzieren und drohte einer standhaften Münchner Synergetik-Profilerin ein Bußgeld in Höhe von 15.000 Euro für den Fall an, dass sie mit Klientinnen tatsächlich unsere Art Innenweltreisen durchführt. Der Autor des vorliegenden Artikels, übrigens auch Begründer der Synergetik-Therapie, verklagte das Gesundheitsamt in Goslar, da ihm der dortige Amtsarzt Dr. Hepp 2004 im Zusammenhang mit dieser Therapie kurzerhand die Arbeitserlaubnis entzogen hatte, ohne mit ihm jemals über Anlass und Begründung dieser Entscheidung gesprochen zu haben.
Das zunächst angerufene Verwaltungsgericht stützte jedoch am 23. November 2006 noch die These von der Notwendigkeit einer frühzeitigen Einbeziehung der Schulmedizin in eine Krebstherapie und sah “in der - jedenfalls parallelen - Inanspruchnahme der Schulmedizin eine erhebliche Reduktion des Gefährdungspotentials”. Es kam zu der Schlussfolgerung: “Angesichts des Personenkreises, der die Zielgruppe des Klägers darstellt, liegt bereits in der Überantwortung dieser Entscheidung an den Klienten unter gleichzeitiger negativer Schilderung der Methoden und Erfolge der Schulmedizin eine nicht hinzunehmende mittelbare Gefährdung“.
In verständlichem Deutsch hieß das: Die Schulmedizin verfügt über die einzige Wahrheit. Krebspatienten können nicht mehr selbständig entscheiden und müssen vor anderen Heil- und Denkansätzen geschützt werden. Ist das Denken also verboten, das Sterben aber erlaubt?
Richter, die nachdenken
Doch zum Glück sind auf oberen Verwaltungs- und Landgerichtsebenen die Weichen für “Selbstheilung” noch (oder schon?) in die richtige Richtung gestellt. So hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bereits am 27. Mai 2004 gemäß Artikel 12 des Grundgesetzes den Synergetik-Therapeuten und -Profilern unwiderruflich den Berufsstatus erteilt und damit zugleich einen vorläufigen Rechtsschutz gewährt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof definierte dann am 5. Juli 2005 die Synergetik-Therapie als eine “Methode der Selbsterkenntnis, Selbstveränderung und darauf beruhenden Selbstheilung..., die sich von einer psychiatrischen, psychotherapeutischen oder von Heilpraktikern durchgeführten psychischen Behandlung nicht grundsätzlich, sondern nur graduell unterscheidet. ... als eine Art homöopathieähnliches psychotherapeutisches Verfahren”.
Das Oberlandesgericht Bamberg untersuchte zwar die Internetadresse
und kam dabei zu dem Schluss, dass von den 336 Innenweltreisen, die dort dokumentiert sind, nur drei dem Heilmittelwerbegesetz unterliegen und somit die Verlinkung einer Münchner Synergetik- Profilerin nicht rechtens sei. Doch auch dieser Sachverhalt soll jetzt vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden: Ist die Verlinkung zu Dokumentationen von Innenweltreisen eine gesetzwidrige Werbung?
Prof. Herrmann von der Universität Erlangen-Nürnberg vertrat in seinem relevanten Gutachten dazu folgende Auffassung: „Die Synergetik-Methode kommt als genehmigungsfreie Berufsausübung in Betracht."
Das Weltbild wird ganzheitlich
Das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele ist mittlerweile anerkannt. Auch bei Krebserkrankungen wird selbst von Schulmedizinern die seelische Unterstützung der Heilungsprozesse als sehr wertvoll angesehen. Umgesetzt wird diese Erkenntnis allerdings kaum, und nur in den seltensten Fällen wird sie von den Krankenkassen bezahlt. Wir haben es daher weniger mit einem theoretischen als vielmehr mit einem politischen und einem finanziellen Problem der Gesundheitsreform zu tun. „Vorbeugend“ hat bereits das Bundessozialgericht klargestellt (AZ: B 1 KR 12/04 R): „Versicherte können dagegen nicht alles von der GKV beanspruchen, was ihrer Ansicht nach oder objektiv der Behandlung einer Krankheit dient. Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch nicht von Verfassung wegen gehalten, alles zu leisten, was an Mitteln zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit verfügbar ist...“ Damit ist allerdings formell und recht deutlich auch der Alleinvertretungsanspruch der Mediziner und der Krankenkassen auf Heilung als gegenstandslos erklärt sowie zwingend ein Feld für Privatanbieter von Heilmethoden legitimiert worden. Schließlich suchen kranke Menschen immer stärker nach derartigen Angeboten. Der entsprechende Markt wird offener und führt zu mehr Konkurrenz und - wie wir bereits sahen - zu mehr klärenden Gerichtsverfahren.
Die Union Deutscher Heilpraktiker erteilte dem Synergetik-Institut im Dezember 2006 eine Abmahnung, die durch das Landgericht Limburg im Zuge eines Eilverfahrens in erster Instanz bestätigt wurde. “Durch Ihre Werbung (unsere Aussage „Wir sind Marktführer im Bereich der Selbstheilung“ - B. J.) hieß es, „verschaffen Sie sich einen unerlaubten Vorteil im Wettbewerb” gegenüber den klagenden Heilpraktikern. Eine sofort durchgeführte Umfrage des Berufsverbandes der Synergetik-Profilerinnen und -Profiler BVSPro e.V. vom Sommer 07 kam allerdings zu dem eindeutigen Ergebnis: Heilpraktiker- und Ärzteverbände, Landesärztekammern, Krebsgesellschaften und Tumorzentren betreiben keine Forschung zum Thema Selbstheilung/Spontanremission und können keinerlei weiterführenden Informationen zur Verfügung stellen. Auch eine eigens beauftragte Recherche seitens der Medizinischen Bibliothek der Berliner Charité brachte keine nennenswerten Hinwiese auf eine solche Forschung außerhalb unseres Vereins.
Am 19. Juli 2007 erklärte nun das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. die Sichtweise des Synergetik-Instituts für rechtlich einwandfrei. Sofern der Begriff “Krebs” in diesem Kontext nicht erwähnt werde, dürfe den Klienten wieterhin Folgendes mitgeteilt werden:
“Wir sind Marktführer bei der Erforschung von Selbstheilungsprozessen und der Anwendung dieses Know-hows bei unheilbaren Krankheiten. Wir bearbeiten die Hintergründe von Krankheiten, anstatt die Symptome zu bekämpfen. Unsere Devise ist: ‚Heile Dich selbst, die anderen können es nicht für Dich tun.’ Basis unserer Methode ist die wissenschaftliche Synergetik nach Hermann Haken. Unsere Innovation besteht in der Übertragung dieser Gesetzmäßigkeiten auf die Selbstorganisationsfähigkeit der Psyche in Tiefenentspannung. Die praktische Umsetzung durch die Veränderung der Informationsstruktur ermöglicht dem Klienten, seine Selbstheilungskräfte aktiv zu mobilisieren. Krankheit ist kein Schicksal, sondern ein dringender Wegweiser zu mehr Selbstbestimmung. Jeder kann in seiner Innenwelt aufräumen und dadurch als Eigenleistung Selbstheilung als neue stabile Ordnung erzeugen. Diese Seelsorge im ursprünglichen Sinne ist immer Hilfe zur Selbsthilfe. Daher ist synergetische Selbstheilung immer intelligente Krankheitsmeisterung und positive Lebensbewältigung.“
Diese Beschreibung umreißt auch unsere Dienstleistung: Wir gehen mit dem Klienten in Tiefenentspannung in seine Innenwelt - in die Welt seiner Erinnerungen und Neurobilder. Denn aus unserer Sicht ist das Gehirn ein Neurospeicher, in dem alle Erinnerungen zeitlich unbegrenzt neuronal abgespeichert oder über das morphogenetische Feld zugänglich sind. In mehreren Sitzungen werden alte Erlebnisse intern neu bearbeitet. Dieses innerliche “Aufräumen” führt zu einer intensiven Stressreduzierung, das Immunsystem wird verbessert und die Überlebenschancen des Klienten erhöhen sich.
Renommierte Verbündete
Mit dieser unspezifischen Art zu arbeiten konnten wir schon seit 20 Jahren beachtliche Erfahrungen sammeln. Der entsprechende Denkansatz ist bereits weit verbreitet und in diesem Sinne nicht grundsätzlich neu. Die Verbesserung der Lebenskompetenz, d. h. der positive Einfluss der Psyche auch auf die Gesundungsprozesse bei Krebs wurde schon vor vielen Jahren von Prof. Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossart-Maticek in der Heidelberger Prospektiven Interventionsstudie bewiesen. Diese weltweit umfangreichste Studie, die mit 30.000 Personen über einen Zeitraum von 25 Jahren durchgeführt wurde, zeigt eindrucksvoll, dass das seelisch-körperliche Befinden und die Stimmungslage des zentralen Nervensystems einen deutlichen Zusammenhang mit der Krebsausbreitung und dem Krankheitsverlauf aufweist. So verlängerten beispielsweise Brustkrebspatientinnen durch ein einfaches psychisches Training ihre Überlebenszeit gegenüber untrainierten Vergleichspersonen um das 10-fache!
Das Ziel des psychischen Trainings ist, eine gute Selbstregulation (d. h. eine positive Lebenseinstellung) zu erreichen. Es gilt also, das eigene Leben bewusst zu gestalten, Niederlagen zu verarbeiten, aber auch Erfolge zu genießen, selbstbewusst und verantwortungsvoll mit sich selbst und anderen umzugehen und sich durch das Arbeiten an selbst gesetzten Zielen ständig weiter zu entwickeln. Die Studie zeigt eindeutig, dass Menschen mit einer guten Selbstregulation gegenüber anderen z. B. viermal seltener Krebs und sechsmal seltener Herzinfarkte bekommen. Dabei ist es weniger wichtig, auf welche Weise diese positive Lebenseinstellung gewonnen wird. Entscheidend ist vielmehr, dass überhaupt etwas getan wird, um das eigene Leben "zu regulieren".
Selbstheilung möglichst schnell und optimal zu erreichen, ist die Absicht der Synergetik-Profilerinnen und -Profiler. Dieser Beruf wurde im Jahre 2001 geboren, 2005 dann ein Berufsverband von 30 Mitgliedern gegründet. Die Absicht, möglichst bald positive Arbeitsresultate zu erzielen wurde auch durch den Zeitdruck diktiert, unter dem z. B. viele Brustkrebsklientinnen stehen. Denn in der Regel bleiben ihnen nur wenige Tage zwischen Diagnose und erster OP bzw. Chemotherapie. Die Betroffenen werden meist dazu gedrängt, sich unverzüglich der üblichen schulmedizinischen Therapie zu unterziehen. Das Synergetik-Profiling sucht demgegenüber zunächst in der Innenwelt nach dem relevanten Hintergrundmuster. Unmittelbar danach wird dieses Informationsmuster gezielt bearbeitet und durch Rückkoppelung der neuronalen Energiebilder aufgelöst.
Alles Spontanheilungen oder was?
Die erste gezielte Brustkrebsauflösung gelang einer Synergetik-Therapeutin sogar noch während ihrer Grundausbildung bei ihrer hilfesuchenden Freundin. Da sich diese gerade in einem Heidelberger Krebsklinikum aufhielt, ist der Fall recht gut dokumentiert (der Hessische Rundfunk berichtete darüber). Die ursprünglich anstehende OP konnte daraufhin abgesagt werden. Als wir allerdings diesen Fall auf einer Messe in Berlin präsentierten, urteilte Günther Jauch in seiner Sendung „stern TV“ (RTL) vom 14. April 1999 über unser Angebot in einem 18-Sekunden-Spot: “Noch schlimmer: Solche Angebote! Auch sie gibt es reichlich bei Esoterik-Messen: ‚Brustkrebs selber heilen’ - dank angeblicher Selbstheilungskräfte des Körpers. Geschäfte mit der Angst von Kranken.“
Fernsehsender möchten verständlicherweise ihre Einschaltquoten erhöhen. Darum bot ich Günther Jauch als Reaktion auf seine Äußerung in einem offenen Brief in unserer ersten Zeitschrift “INNENWELTREISEN” an: “Brauchen Sie gute Einschaltquoten? Dann nehmen Sie mich doch beim Wort, und ich helfe kostenlos mit der Synergetik-Therapie beispielsweise 10 Frauen bei ihrer Selbstheilung - „stern-TV“ kann bei Erfolg die Kosten übernehmen und darüber berichten. Das gäbe Einschaltquoten, und die Frauen hätten was davon - ihre Männer auch.”
(www.innenweltreisen.de/brustkrebs/guenther-jauch.html)
Wie zu erwarten erhielt ich keine Antwort, denn das Fazit eines solchen Versuchs hätte bedeutet: Es kann sich hier nicht um die viel beschworenen Spontanheilungen handeln, da Letztere nicht gewollt auszulösen sind. Also doch gezielte Selbstheilung? Für „Orthodoxe“ undenkbar!
Dokumentationen, die nicht wegzudiskutieren sind
Erst die o. g. Klage gegen das Gesundheitsamt Goslar erbrachte die Chance, im Beisein des Gutachters Dr. Andritzky mit einer Brustkrebsklientin, die erst drei Wochen vor ihrem Profiling von dieser Methode erfuhr, einen gezielten Selbstheilungsverlauf auf Video zu dokumentieren und bei Gericht einzureichen. Klientin “Ilka” hatte Anfang Dezember 2005 mit dem Profiling begonnen. Sie absolvierte innerhalb eines Jahres 16 Einzelsitzungen (Die 3.000 Euro Gesamtkosten für das Profiling bezahlte sie aus eigener Tasche.) und ist seit 21. Dezember 2006 wieder voll ins Arbeitsleben integriert, an ihrem alten Arbeitsplatz. Und all das, ohne Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung in Anspruch genommen zu haben. Vor diesem Hintergrund ist es bezeichnend, wie demgegenüber das Verwaltungsgericht Braunschweig am 23. Nov. 2006 geurteilt hat: “Die vom Kläger in der Synergetik-Therapie angewandte Methode“, so formulierte es, „erfordert aber medizinische Fachkunde, sie birgt unmittelbare Gesundheitsgefahren”.
Es muss hier hinzugefügt werden: Der Autor arbeitet seit 20 Jahren absolut fehlerfrei, und es gab bisher keinerlei Beschwerden seitens seiner Klienten. Unter Begleitung von Dr. Andritzky, eines Diplom-Psychologen und Diplom-Soziologen, der 1990 das Internationale Institut für Kulturvergleichende Therapieforschung gründete, wurde von ihm eine gezielte Spontanheilung dokumentiert und dem Gericht vorgelegt.
Paradigmenwechsel auf der Tagesordnung
Was muss in dieser Sache eigentlich noch bewiesen werden? Der dokumentierte Fall birgt allerdings die „Gefahr“, dass der heute längst notwendige Paradigmenwechsel in der Heilkunst nur allzu deutlich wird: Gesundheit und Krankheit müssen aus einem neuen Blickwinkel heraus betrachtet werden.
Der Autor dieses Beitrages weigert sich unter diesem Aspekt nach wie vor, die Heilpraktiker-Berechtigung zu erwerben, denn er lehnt es ab, sich dem medizinischen Denksystem der Symptombekämpfung zu unterwerfen. Er scheut nicht davor zurück, seine Methode der “bionischen Heilung” selbst vom Bundesverfassungsgericht überprüfen und bewerten zu lassen. Eine solche öffentliche Beurteilung könnte sehr viel Aufmerksamkeit wachrufen und unter diesem „Druck“ vielleicht sogar den traditionell einseitigen Fluss der Forschungsgelder verändern.
Wenn finanzieller Druck den Wandel fördert
Der medizinische Fortschritt lässt die Ausgaben Jahr um Jahr ansteigen. Zum einen werden dabei „umso mehr Patienten behandelt, je ausgereifter die Verfahren sind“, ist Friedrich Breyer, Gesundheitsökonom an der Universität Konstanz, überzeugt. Zum anderen sind neue Behandlungen oft ausgesprochen teuer. Eine Jahresdosis des Brustkrebsmedikaments Herceptin beispielsweise kostet rund 40 000 Euro und verhindert lediglich bei einer von 18 Patientinnen, dass der Tumor wiederkehrt. Eine wirklich erfolgreiche Behandlung kostet demnach rund 700.000 Euro. So die schlüssige Rechnung der Leiterin des österreichischen Ludwig-Boltzmann-Instituts für Health Technologies, Claudia Wild. Die Kosten für das künstliche Komplettherz Abiocor der US-Firma Abiomed summieren sich auf 250.000 Dollar - und verlängern das Leben im Schnitt nur um sechs Monate. Viele der medizinischen Therapien wirken. Keine Frage! Aber sind sie ihren Preis auch wert?
Der Paradigmenwechsel wird voraussichtlich bereits aus finanziellen Gründen geschehen. Wenn nämlich der einzelne Kranke - ob er nun vom medizinischen Fortschritt wirklich profitiert oder nicht - über die Zu- und Selbstzahlungen immer mehr zur Kasse gebeten wird, erhöht sich seine Motivation, für die eigene Gesunderhaltung oder Heilung Selbstverantwortung zu übernehmen.
Wer aktiv ist, hat bessere Karten
Die synergetischen Innenweltreisen zur Hintergrundaufdeckung von Krankheitsmustern sind immer nur unter Mithilfe des jeweiligen Klienten möglich. Allein daher haben selbstverantwortliche Menschen eine höhere Heilungschance als solche, die dazu (z. B. von ihrem Arzt) gedrängt bzw. überwiesen werden müssen. Auch diese Feststellung fanden wir vielfach durch unsere Praxis bestätigt. Selbstheilung ist immer eine eigene Leistung.
Das Know-how, wie diese eigene Leistung flankiert und unterstützt werden kann, wird in der Ausbildung zum Beruf des Synergetik-Profilers vermittelt und nach strengen Qualitätskriterien überprüft. Die angewandte Technik - das Basishandwerkszeug zur Veränderung der Innenwelt durch das Prinzip der Selbstorganisation der Energiebilder - wird in einem neuen Wissenschaftsgebiet, der Psychobionik, auch künftig vom Synergetik-Institut erforscht, dokumentiert und gelehrt.
Prof. Dr. Jürgen Rost, Dipl.-Psychologe an der Universität Kiel, formulierte 2005 in seinem Kurzgutachten für den Bayrischen Verwaltungsgerichtshof: "Die Technik der Synergetik-Therapie basiert darauf, das System durch eine Veränderung innerer Bilder in ein Ungleichgewicht zu bringen. Nach dem vorübergehenden (temporären) Chaos strebt das System im Sinne des Prinzips der Selbstorganisation eine neue Ordnung an, die als eine Ordnung auf einer höheren Ebene bezeichnet werden kann. Da die Neuorganisation nicht nur die geistigen, sondern auch die körperlichen Strukturen betrifft, kann mit der Neuorganisation auch eine Heilung körperlicher und psychischer Krankheiten eintreten. Da diese Heilung nicht mit zielgerichteten Mitteln erfolgt, sondern durch die Selbstorganisation hervorgerufen wird, spricht man auch von Selbstheilung"