Warum das beliebte indische Gewürz eine tumorhemmende Wirkung hat.
Textauszüge:
Ob Profi oder Amateur - alle, die sich auf gute Küche verstehen, kennen das indische Gewürz Kurkuma oder zumindest das beliebte Curry, eine Gewürzmischung, in dem es neben Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Bockshornklee und verschiedenen Pfefferarten mit einem hohen Anteil von ca. 20 – 30% enthalten ist. Die deutsche Bezeichnung der Kurkuma-Pflanze ist Gelbwurzel (Curcuma longa).
In der ayurvedischen Medizin gilt die Knolle der Gelbwurzel nicht einfach nur als eine bewährte Heilpflanze, sondern geradezu als ein heiliges Gewürz.
Da Kurkuma eine antimikrobielle, antivirale und antiparasitäre Wirkung hat, ist es in der indischen Kultur schon fast eine Art Grundnahrungsmittel. Jeder Inder verzehrt täglich im Durchschnitt 1,5 bis 2 Gramm davon. Für unsere Geschmacksknospen sind diese Mengen allerdings kaum zu verkraften, zumindest aber sehr gewöhnungsbedürftig.
Allein im Jahre 2003 wurden in die medizinische Datenbank Medline 190 Arbeiten aufgenommen, die das Stichwort Kurkuma enthalten. Aus unserer Sicht ist es aber besonders interessant, dass sich die Gelbwurzel in vielen Studien als potentieller Wirkstoff gegen Krebs erwiesen hat.
Krebsarten die bei uns recht häufig vorkommen, kennt man in Indien kaum. Könnten dafür möglicherweise der weit geringere Fleischkonsum und die großzügige Verwendung von Kurkuma verantwortlich sein?
Da es die Apoptose (den programmierten Zelltod) fördert, der Angiogenese (die Bildung neuer, den Tumor versorgenden Blutgefäße) entgegenwirkt, entzündungshemmend ist, die Leber unterstützt sowie Infektionen verhindert, wirkt das gelbe Gewürz gleichzeitig auf mehreren Ebenen gegen die Entstehung und Ausbreitung von Krebs.
Um einen therapeutischen Effekt in der Krebsbehandlung zu erzielen, müsste man täglich mehrere Gramm dieses Ingwergewächses konsumieren. Deshalb wurde unter Rücksicht auf unsere Geschmacksgewohnheiten bei fast allen Studien ein Kurkuma-Extrakt in Kapselform verwendet. Seine Wirkung kann noch erheblich gesteigert werden, wenn ihm Piperin zugesetzt wird, ein Wirkstoff aus dem schwarzen Pfeffer.
Die tägliche Verwendung eines Teelöffels Kurkuma zum Würzen von Suppen, Saucen und Gemüsegerichten ist da eine sehr preiswerte Methode, etwas zu tun, um das Risiko einer Krebserkrankung zu senken.