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Vorstöße
07.10.2008

Ruth,pitopia
Solarstrom und Strom aus Wind könnten die Energiefrage binnen zweier Jahrzehnte lösen.
Doch darf darüber der Markt entscheiden?
Vor genau einem Jahr wandten sich Nobelpreisträger aller Kategorien sowie andere hochkarätige Wissenschaftler von einem Symposium in Potsdam an die Weltöffentlichkeit. In einer Denkschrift, die eigenartigerweise in der heutigen Diskussion kaum mehr eine Rolle spielt, sprachen sie von der „Notwendigkeit einer Großen Transformation“. Sie forderten „eine zügige und umfassende Neugestaltung unserer Industriegesellschaft“. Dies angesichts der globalen Erwärmung, „fortschreitender Umweltzerstörung und lähmender Unterentwicklung“. Weltweit erheische das mutige Politiker und aufgeklärte Entscheidungsträger in Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Es gelte, ein internationales Innovations-Programm auf den Weg zu bringen, das sogar über solche nationalen Großprojekte wie das seinerzeitige Apollo-Programm der USA zum Run auf den Mond weit hinausgehen müsse. Unter den Energien, für die derartige Investitionsstrategien zu entwickeln seien, wurde in diesem Memorandum bezeichnenderweise nicht die Kern-, wohl aber die Solarenergie hervorgehoben. Diese habe „bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein immenses Potenzial“. Gast bei dem bedeutenden Symposium in der brandenburgischen Landeshauptstadt war auch der international geachtete Experte für Solartechnik Professor Dr. Klaus Thiessen. Wir sprachen mit ihm darüber, ob auch wir eine Art „Apollo-Programm in Richtung Sonne“ brauchen und ob dies auch machbar wäre.
Gedanken-Splitter aus dem Interview: