Eine Heilung bitte, Herr Doktor! Das funktioniert leider nicht.
08.10.2008

Wer im Freundes- oder Familienkreis oder sogar selbst von Krebs betroffen ist, macht in der Regel Bekanntschaft mit einem leider schon verfestigten Szenario: Quälendem Verdacht oder trügerischer Sicherheit folgt der Schock der Diagnose. Von da an regiert die Angst. Angst vor dem, was kommt, Angst, Zeit zu verlieren. Ruhe und Überlegung werden Fremdwörter. An die jetzt nötige Aneignung von Wissen über diese Krankheit, ihre Ursachen und die Möglichkeiten ihrer Überwindung, wird kaum gedacht. Der Tumor muss weg! Schnell! Der Arzt rät es auch. Er hat Erfahrung. Sicher auch dann, wenn er „Chemo“ sagt oder „Bestrahlen“ Er muss es ja wissen. Er hat Medizin studiert. Nur die Medizin kann helfen. Sie muss es tun. Ich? Was soll ich? Bin ich Arzt? Vielleicht komme ich doch noch einmal davon! Und wenn nicht?
Alles könnte aber auch ganz anders ablaufen. Für alle, die sich nach Wegen umsehen, auf denen sie selbst gehen sollen und können. Zu jenen Orten, an denen man gerade das lernen kann und wo Hilfestellung und etwas mehr gegeben wird, zählt die Klinik ProLeben im thüringischen Greiz. „Krebs als Chance“ sprach mit ihren zwei leitenden Ärzten, Dr. Uwe Reuter und Dr. Ralf Oettmeier, die sich ganz einer biologischen Krebsbehandlung verschrieben haben.
Gedanken-Splitter aus dem Interview:
- Weil der Krebs nicht der Tumor, sondern eine Erkrankung des ganzen Menschen ist, kann man ihn auch nicht „wegschneiden“, auch dann nicht, wenn ein hervorragender Chirurg meint, „alles erwischt“ zu haben.
- Man hat festgestellt, dass sich z. B. bei Krebsoperationen am Darm und im Bauchraum allein in der Spülflüssigkeit bis zu 95 Prozent Krebszellen finden. Mit all denen, die nicht herausgespült werden konnten, muss die körpereigene Abwehr nun fertig werden.
- Wenn das Krebssymptom Tumor das Leben bedroht, muss es nach Möglichkeit entfernt werden. Aber: Damit berauben wir uns des besten, weil sichtbaren Gradmessers für die Richtigkeit unserer gewählten Therapie. Wir tappen dann völlig im Dunkeln, und alle Behandlung bekommt notgedrungen einen etwas spekulativen Charakter.
- Wir versuchen zunächst in einem möglichst umfassenden Check die Störungen im Organismus dingfest zu machen, die wahrscheinlich für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind.
- Alle von uns angewandten Verfahren sind darauf gerichtet, im individuell bestimmten Komplex die gewissermaßen aus dem Takt gekommenen Steuerungsmechanismen des Körpers wieder zu regulieren.
- In den letzten Jahren kommen zunehmend mehr Patienten zu uns, die sich entweder überhaupt nicht oder nur kurze Zeit der Standardtherapie unterzogen haben.
- Der amerikanische Onkologe Prof. Jones konnte bereits vor Jahrzehnten belegen, dass Brustkrebspatientinnen, die ausschließlich biologisch behandelt worden waren, eine 10-Jahres-Überlebensrate von 52 bis 58 Prozent aufwiesen. In einer aktuellen Studie der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, die jetzt bereits ins 7. Jahr geht, überlebten von den Brustkrebspatientinnen, die nach der Operation ausschließlich biologisch behandelt wurden, bis dato sogar 95 Prozent. Auch anderswo gibt es ähnliche Nachweise und Erfahrungen.
- Die biologische Krebsbehandlung ist wesentlich, ja, wirklich wesentlich preiswerter als die von den Kassen bezahlte Standardtherapie.
- Der Anteil der Patienten, die bei uns echte Krebsvorsorge betreiben wollen, ist zwar derzeit noch eine kleine Minderheit, beginnt aber zu wachsen. Dabei geht es nicht darum, irgendwo im Körper bösartige Zellen aufzuspüren, sondern den Anfängen von Funktionsstörungen zu wehren, die eben zu solchen Entartungen führen können.
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