Mit Wärme von innen oder von außen den Tumoren zu Leibe gerückt
08.10.2008
Aktive und passive Hyperthermie sind aus der Krebsbehandlung nicht mehr wegzudenken
Textauszüge:
Die klassische Chemo- und Strahlentherapien vermögen bei vielen Tumorarten (z.B. Krebs der Bauchspeicheldrüse, des Magens, der Brust, der Lunge und andere Krebsarten) das Leben der Betroffenen allenfalls nur wenige Wochen oder Monate zu verlängern.
Ein hoher Prozentsatz von Krebs- Patienten mit so genannten Spontanremissionen hat in diesem noch wenig erforschten Heilungsprozess hochfieberhafte Infekte durchlaufen.
Während der Kolonialzeit fiel englischen Ärzten auf, dass ihre Patienten nach einer gravierenden fieberhaften Infektion, zum Beispiel im Falle von Malaria, weniger anfällig waren für bösartige Erkrankungen. Berichte darüber waren derart eindrucksvoll, dass biologisch arbeitende Mediziner wiederholt versucht haben, mit Hilfe der Gabe bestimmter Medikamente bei Tumorpatienten künstlich Fieber zu erzeugen. Diese Art der Behandlung wird heute als Fiebertherapie oder auch aktive Hyperthermie bezeichnet.
Die Fiebertherapie bietet eine sehr wertvolle Möglichkeit, im Anschluss an die konventionelle Behandlung die körpereigene Abwehr wieder zu trainieren. Es besteht damit zugleich eine gute Aussicht, Rezidive, das heißt ein erneutes Auftreten der Tumorerkrankung, zu verhindern oder zumindest erheblich hinauszuschieben.
Eine weitere Domäne der Fiebertherapie - vielleicht die interessanteste - ist die von Patienten mit weit
Die Behandlung kann ambulant bzw. teilstationär durchgeführt werden. ... Nach insgesamt ca. 6 bis 8 Stunden kann der Behandelte nach Hause entlassen werden. Diese Therapie wird mehrmals wiederholt, und zwar in unterschiedlichen Intervallen, je nach Zustand des Immunsystems sowie der Art und dem Stadium der Tumorerkrankung.
Obwohl durchaus keine „Wunderwaffe“, hat die Fiebertherapie nachweislich auch bei so genannten „austherapierten“ Patienten mit weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen beachtliche Stabilisierungen ermöglicht und zu deutlichen Rückbildungen von Tumoren und auch von Metastasen geführt - bis hin zum völligen Verschwinden!
Im Unterschied zur Fiebertherapie sprechen wir von , wenn wir bei einem Patienten kontrolliert die Körpertemperatur erhöhen, indem wir mit Hilfe diverser Apparaturen ihm Wärme von außen zuführen.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die lokale Überwärmungsbehandlung eine gute Ergänzung für viele Standardtherapien darstellt.