Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Verbündete

Sterben an „Grüne-Lungen“-Entzündung?

08.10.2008


Nathalie Weemaels, Rettet den Regenwald

Die 22 Jahre des Vereins „Rettet den Regenwald“ blieben nicht erfolglos. Internationale Konzerne treten die Biosphäre aber noch immer mit Füßen.

Das Haus Friedhofsweg 28 im Hamburger Norden ist unscheinbar. Der Garten sieht ein wenig verwildert aus. Sein Besitzer, der 59jährige Soziologe Reinhard Behrend, hat offenbar nur wenig oder gar keine Zeit für dessen Kultivierung. Seine Tage sind bis „obenan“ ausgefüllt mit wichtigeren Dingen: mit der Sorge um das Leben weit entfernter „Flecken“ Erde - der tropischen Regenwälder rund um den Planeten. Schon Jahrzehnte hatten ihn die Nachrichten von den überhand nehmenden Brandrodungen dort beunruhigt. Und 1986  verwandelte er seine Besorgnis in überlegtes und unnachgiebiges Handeln. „Rettet den Regenwald“ nannte er den Verein, der damals aus der Taufe gehoben wurde und anfangs nicht mehr war als eine verstiegen anmutende Einmann-Aktion. Kann man den Regenwald tatsächlich von Hamburg aus retten? Es wenigstens versuchen? Einer der ersten „Rettungsringe“, die der Vereinsgründer auswarf, war die Zeitschrift „Regenwald Report“. Sie erscheint noch heute, vierteljährlich, und klärt ihre Leser darüber auf, welche Dramen sich unter der heißen Sonne des Äquators abspielen, wer da Täter und wer Opfer ist und was wir tun können, um diese grausamen Inszenierungen irgendwann einmal vom Spielplan abzusetzen. Wir sprachen mit Reinhard Behrend in der Hansestadt.

Gedanken-Splitter aus dem Interview:

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