Neue Ausgabe April /Mai /Juni 2009

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Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Sind das alles "Abtrünnige"?

Wulfing von Rohr, Salzburg, 08.04.2008


Fragen an die Referenten

"PROVOkant": Herr von Rohr, Sie moderieren ein Symposium, das die Grenzen der bisherigen schulmedizinischen Erkenntnisse erweitert oder gar sprengt. Denn Eisenmangel liegt nach offizieller Lehrmeinung erst bei durch ihn bedingter Blutarmut vor. Dr. Beat Schaub hat aufgrund einer patientenorientierten Forschung bewiesen, dass beispielsweise viele depressive Menschen, die gleichzeitig ein solches Defizit aufweisen, geheilt werden können, wenn sie das fehlende Eisen substituiert bekommen. Wie beurteilen Sie diesen Tatbestand aus Ihrer Sicht als ganzheitlich denkender Mensch?

Wulfing von Rohr: Dies ist ja bereits das zweite Eisen-Symposium, das ich moderiere. Das erste fand vor gut einem Jahr an der Universität Basel statt. Schon damals wurde jedem mitdenkenden Menschen deutlich, dass der neue Ansatz Dr. Schaubs auf diesem Gebiet einen Paradigmenwechsel eingeleitet hat, und zwar aufgrund belastbarer Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern und durch überzeugende Berichte von Patienten. Erstmals werden nicht nur Anämie oder andere schwere „Endzeitsymptome“ untersucht, sondern vor allem auch frühe schleichende und indirekte Anzeichen für einen Eisenmangel beachtet. Auch die Vorgehensweise, mit Eisen ganz bestimmter Wertigkeit die "Speicher" direkt "aufzufüllen", ist sehr überzeugend.

Dr. Schaub hat zusammen mit anderen Medizinern herausgefunden, dass auch komplementäre Therapiemethoden kaum oder gar nicht "greifen", wenn die betreffenden Patienten ein Eisendefizit haben. Diese befinden sich dann offensichtlich in einer Art Regulationsstarre. Bei Patienten mit gefüllten Eisenspeichern hingegen ist die Wirkung erstaunlich gut. Könnte dies ein Indiz dafür sein, dass Eisen die "Leitfähigkeit" unseres Körpers für "feinstoffliche Impulse" erhöht, wie immer man diese in der Schulwissenschaft umstrittenen Phänomene bezeichnen mag? Anders gefragt: Ist Eisen möglicherweise eine der Voraussetzungen für das Funktionieren der Regenerationskraft des Organismus?

Mir als medizinischem Laien (der allerdings als journalistischer Koautor etwa 30 Bücher über Naturheilkunde geschrieben hat) leuchtet völlig ein, dass die Fähigkeit des Organismus zur Regeneration in der Tat deutlich mit dem Zustand der entsprechenden Eisenspeicher korreliert. Ich würde in diesem Zusammenhang allerdings nicht von einer Weiterleitung "feinstofflicher Impulse" sprechen, sondern eher von der Bedeutung, die hochwertiges Eisen für die Funktionsfähigkeit des Organismus hat. Und die ist doch - so viele Beispiele von Wissenschaftlern und Patienten haben das ja belegt - durchaus recht "grobstofflich" sichtbar und spürbar.

Könnte man, mal krass ausgedrückt, sagen: Sie moderieren ein Symposium von "Abtrünnigen"? Immerhin empfehlen die Referenten ein Vorgehen, das der offiziellen Lehrmedizin fremd ist und von dieser - bisher jedenfalls - eher nicht empfohlen wird. Verstehen Sie auch sich selbst als "Abtrünnigen?"

Wissen Sie, mit dem Begriff "abtrünnig" kann ich nicht viel anfangen. Sind dann Schulmediziner, die Homöopathie und Akupunktur anwenden, Abtrünnige? Gar englische Krankenhäuser, die Geistheilung in ihren Krankenzimmern zulassen? Sind das alles Abtrünnige? Das alte Wort "Wer heilt, hat Recht" gilt doch auch heute noch!

Weshalb leidet Ihrer Meinung nach praktisch die halbe Menschheit unter einem Defizit an Eisen? Sehen Sie dafür ein ganzheitliches Erklärungsmodell? Es kann ja offenbar nicht nur am heutigen "Junkfood" liegen, denn von Eisenmangel waren nachweislich bereits frühere Generationen betroffen.

Ich kenne dafür keine mehrfach geprüften Daten, keine belastbaren Ansichten. Meine persönliche Meinung ist: Wir haben es hier offenbar mit einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren zu tun: Die Qualität unserer Nahrung verschlechtert sich zunehmend. So nimmt ihr Nährstoffgehalt infolge ausgelaugter Böden, durch Überdüngung und völlig unnötige Ferntransporte erheblich ab. Belastungen aus verseuchter Umwelt erhöhen u. a. die Neigung zu Allergien und den Abbau körpereigener Reserven. Eine immer hektischer werdende Lebensweise überstrapaziert unseren Organismus. Die Lebensangst nimmt zu und die Sinnerfüllung ab. All dies führt dazu, dass uns weder die notwendigen stofflichen Ressourcen noch die wünschenswerte feinstoffliche Energie ausreichend zur Verfügung stehen.

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