Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Editorial

29.01.2009


Liebe Leserinnen! Liebe Leser! 

In diesen Tagen, da Sie unsere neue Ausgabe in Händen halten und in Deutschland der Jahreswechsel schon fast wieder vergessen ist, beginnt in China das Jahr des Büffels. Dies ist für mich insofern wichtig, weil ich vor fast 48 Jahren im Jahr des Büffels geboren bin und 2009 deshalb für mich unter einem ganz besonderen Stern steht. Ein Büffel gilt im chinesischen Horoskop als jemand, der hart für die Erreichung seiner Ziele eintritt und viel von sich und seiner Umgebung erwartet. Dies trifft, meine ich, auch auf mich zu. Vor über zehn Jahren hätte ich mir wahrlich nicht hätte träumen lassen, welche Bewegung wir mit „Menschen gegen Krebs“ ins Leben bringen würden. Immer mehr Patienten suchen bei uns auf eine neue Weise Hilfe, wenn sie Krebs haben. Aber auch mehr und mehr Ärzte, Heilpraktiker und Psychologen nehmen Kontakt zu uns auf, weil sie mehr darüber erfahren wollen, wie man diese Krankheit, die landläufig noch immer mit einem unwiderruflichen Todesurteil gleichgesetzt wird,  heutzutage so behandeln kann, dass sie dieses Kainsmal verliert.

Mit dem allmählichen, aber erstaunlich kräftigen Heranwachsen unseres Vereins haben auch wir uns entwickelt - seine Mitglieder und Mitarbeiter. Immer wieder haben wir dazu gelernt, uns Neuem gegenüber aufgeschlossen, positive Veränderungen und die Verbindung von Beständigkeit und mutigem Beginnen zu unserer Gewohnheit werden lassen. Schon seit längerem machten uns Freunde darauf aufmerksam, dass das Wort „gegen“ im Namen unseres Vereins  unseren völlig aggressionslosen Konzepten wohl nicht so recht entspricht. Aus diesem Grunde  beschlossen wir, unseren Namen zu ändern. Es gab nicht wenige Vorschläge. Von „Symbol Krebs“ über „Menschen und Krebs“ bis hin zu „Krebs als Chance“ diskutierten wir die unterschiedlichsten Namen, doch lange waren wir mit keinem wirklich zufrieden. Wir brauchten unbedingt einen Namen, der den Menschen deutlich macht, dass wir mit unseren ebenso sanften wie konsequenten Strategien wirklich schon im 21. Jahrhundert angekommen sind. Einen Namen, der signalisiert, dass es Zeit wird, gleichsam „Fußabdrücke“ im „Sand“ der medizinischen Welt des noch jungen Jahrhunderts zu hinterlassen.

Vor dem Hintergrund dieser Gedanken drängte sich ein Name regelrecht auf: Krebs 21.

Dieser Name soll zugleich Programm sein. Mit ihm können wir zukünftig klarer ausdrücken, dass wir für eine Onkologie stehen, welche den barbarischen „Kampf gegen den Krebs“, den man im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts als eine Art Vernichtungsfeldzug ausgerufen hatte, für immer ad acta legen will. Krebs 21 - ein positiver Entwurf. Ja, das fühlte sich gut an!

Nun musste nur noch ein Logo her, welches für all das steht, was wir uns seit Jahren auf die Fahne geschrieben haben, und von dem Herzlichkeit und Offenheit für Neues ganz oben stehen. Ein Synonym für Herzlichkeit fanden wir schnell in der Farbe rot, doch wie drückt man am besten Offenheit für Neues aus?  Die Antwort fanden wir im Symbol eines Wirbels. Nicht nur als Zeichen des Universums, das uns alle trägt. Es ist auch Kennzeichen unseres Tuns, denn wir wirbeln Menschen auf, damit Altes losgelassen werden und Neues entstehen kann. So fanden wir zu:

 

Wir glauben, dass wir damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gegangen sind. Auf einem Weg, auf dem noch viel zu tun sein wird. Beginnend mit dem Jahr 2009 wird Krebs 21 künftig auch als Cancer 21 international eine wichtige Rolle spielen. Vor allem dieser Aufgabe werde ich viel Zeit auf internationaler Ebene widmen. Deshalb wird es auch ab Februar 2009 in Deutschland mit Frau Bettina Wiegrebe einen neuen Vorstand geben. Frau Wiegrebe ist eine erfahrene Krebsberaterin der ersten Stunde und entlastet mich schon seit vielen Jahren bei der Arbeit  an der Telefon-Hotline unseres Vereins. Ich bin mir ganz sicher, dass sie die Geschicke des Vereins noch besser lenken wird als das meine knappe Zeit in den letzten Jahren zuließ, und ich freue mich sehr, dass wir zukünftig so eine kompetente Frau an Bord unseres Vorstandes haben werden. Selbstverständlich bleibe ich Ihnen als Leiter der Geschäftsstelle erhalten und werde weiterhin alles dafür tun, dass unser gemeinsamer Traum von einer Welt Wirklichkeit wird, in der der Name Krebs keine Chance mehr hat, Angst und Schrecken zu verbreiten.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen ein wunderbares Jahr 2009!

 

Ihr Lothar Hirneise

 

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