Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Heiße Eisen

Eine falsche Fälschung?

29.01.2009


fotoflash-fotolia.com

Ergebnisse von Wiener Mobilfunkstudien sollen manipuliert sein.
Aber: Wem könnte eine solche „Enthüllung“ nützen?

Die Politologin Dr. Birgit Stöcker, Vorsitzende des „Bundesverbandes Elektrosmog e. V.“ kritisierte in unserer Ausgabe 1/08, dass sowohl Industrie als auch Politik die beunruhigenden Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu den gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks herunterspielen und allenfalls als mögliche „Hinweise“ klassifizieren, welche weiterer Untersuchungen bedürften. Inzwischen geht man aber bereits einen Schritt weiter und bringt offenbar Forschungen, die mögliche Gefährdungen unserer Gesundheit signalisieren, auf zwielichtige Weise in Misskredit. So hatten seriös projektierte Studien an der Medizinischen Universität Wien ergeben, dass Mobilfunkstrahlung in Kulturen menschlicher Zellen zu Brüchen in der DNA führen kann. Nun aber sollen diese Ergebnisse gefälscht sein. Ein deutsches Nachrichtenmagazin jedenfalls berichtete davon und erweckte durch die Art seiner Berichterstattung bei den Lesern und damit in der Öffentlichkeit  diesen fatalen Eindruck. Tatsache ist, dass es in der Geschichte der Wissenschaft, auch in der jüngsten, immer wieder zu Manipulationen von Forschungsergebnissen kommt. Es bedarf indes weder kriminalistischer noch hellseherischer Fähigkeiten, um zu ahnen, welchen Interessen objektiv solche „Enthüllungen“ dienen. Ganz sicher nicht einer verantwortungsbewussten Vorsorge! Könnte es sich im Wiener Fall vielleicht um eine „gefälschte Fälschung“ handeln? Um etwas Licht in diese Frage zu bringen, sprachen wir mit einem der wissenschaftlichen Leiter der angezweifelten Studien, Professor Dr. Franz Adlkofer von der VERUM-Stiftung München.

Gedanken-Splitter aus dem Interview:

Zurück zur Artikelübersicht