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Erwiesenes
29.01.2009

Pavel Losewsky-fotolia.com
Warum Ungerechtigkeit und fehlende Anerkennung krank machen. Düsseldorfer Studien unterstreichen die Notwendigkeit von Selbst-
verwirklichung.
Werde das Prinzip einer fairen Verteilung verletzt, noch dazu in großem Ausmaß, so führe das zu Verweigerung, Widerstand, Hass und Aggression. Auf diese Erkenntnis hirnphysiologischer Forschung machte bereits Joachim Bauer, Professor für Psychoneuroimmunologie am Universitätsklinikum Freiburg in unserem Heft 3/07 aufmerksam („Vom Kopf auf Liebe eingestellt“). Hinter diesem zwingenden Zusammenhang stecke das neurobiologisch verankerte Bedürfnis des Menschen, von Anderen gesehen und beachtet zu werden. Anerkennung, Lob und Wertschätzung gefalle dem Gehirn. Demütigung und soziale Ausgrenzung missfalle ihm. Dass solcherart Unlust oder Ungemach - vor allem auch im so wichtigen Bereich der Arbeitswelt - sogar ernsthaft krank machen kann, das haben Düsseldorfer Sozialforscher inzwischen eindeutig nachgewiesen. Erleben wir hier, zugespitzt formuliert, eine Art Sklavensyndrom? Wie alarmierend solche Forschungsergebnisse und ihre gesellschaftlichen Hintergründe sind und ob sie für die „großen“ wie die „kleinen“ Leute gleichermaßen gelten, darüber sprachen wir mit Prof. Dr. Johannes Siegrist von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Gedanken-Splitter aus dem Interview: