Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Ökonomisch-Theologisches

Wer nimmt wem etwas weg?

29.01.2009


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Soziale Gerechtigkeit - Sache des Staates oder der privaten Nächstenliebe?
Wie ein Unternehmer die Bibel verstanden wissen möchte.

Normalerweise sind Presseartikel nach zwei Jahren Makulatur. Selbst die aus Zeitschriften. Das betrifft auch einen Artikel des Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), Dr. Patrick Adenauer. Unter der Überschrift „Dienst am Nächsten“ schrieb er in der „Wirtschaftswoche“  Nr. 1/2 vom 8. Januar 2007 seine Gedanken zu der Frage auf, „ob es christliche Unternehmer geben kann“. An­ge­sichts der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise, schien es uns nützlich, diesen Beitrag „aus der Motten­kiste“ zu holen, denn er ist wieder hochaktuell, wenn auch im Sinne einer Provokation zum Protest. Wir kennen weder Herrn Adenauer noch sein Unternehmen. Des­halb wollen wir davon ausgehen, dass er Letzteres nicht nur entsprechend den Gesetzen, sondern vielleicht auch mit einem ethischen Anliegen führt. Seine, nennen wir es, „ökonomie-theologischen Auslassungen in der „Wirtschaftswoche“ indes verursachten bei uns nicht nur Kopfschütteln, sondern Bestürzung. So hatte Herr Adenauer gemeint, das „Soziale“ laufe heute faktisch darauf hinaus, „dass zwei, die etwas weniger haben, sich darauf einigen, einem Dritten, der etwas mehr hat (‚Besserverdiener’), etwas weg­zunehmen. Die zwei können auch Hun­der­te oder Millionen sein.“

Wir hatten übrigens den fraglichen Artikel bereits vor mehr als einem Jahr „hervorgekramt“. Damals hofften wir, einen klugen Kirchenmann oder eine kluge Kirchenfrau dafür zu gewinnen, sich mit des Autors Auffassungen auseinanderzusetzen. In einem „PROVOkant“-Interview. Leider hatten nacheinander drei Landesbischöfe dafür zu wenig bzw. gar keine Zeit. Ebenen tiefer fanden wir, Gott sei Dank, sowohl mehr Zeit als auch mehr Interesse und Engagement. In Bonn konnten wir ausführlich mit dem pensionierten Pfarrer Burkhard Müller über die Ansichten Patrick Adenauers zu einem Unternehmertum sprechen, dessen angebliche „Gottgefälligkeit“  uns unverständlich bleibt.

Eigentlich wollten wir fair sein und den nur eine (A4-)Seite kurzen Artikel unseren Lesern im Original und komplett zur Kenntnis geben.  Doch sollten wir den Besitzern der Rechte dafür  500 Euro zahlen.  (Es lebe die soziale Marktwirtschaft!) Eine für Nachdrucksgenehmigungen zuständige Kollegin hatte zudem noch die clevere Geschäftsidee, unseren Lesern zu empfehlen, sich eine Kopie des Originalbeitrags vom Verlag anzufordern - gegen Gebühren, versteht sich. So blieb uns nichts anderes übrig, als in unserem Interview den Autor ein wenig zu zitieren.

 

Gedanken-Splitter aus dem Interview:

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