Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Soziales

Der Schlüssel zu den „vollen Speichern“

11.05.2009


S.Schniz-pixelio

Wir können den Hunger in der Welt nicht wirklich bekämpfen, wenn wir den eigenen Wirtschafts- und Lebensstil nicht ändern.

Mitunter erliegen wir dem fatalen Irrtum, dass sich all das gleichsam erledigt habe, was jeweils aus unserem mediengeprägten Blickfeld verschwunden ist. Noch vor Jahresfrist hätten wir Stein und Bein geschworen, dass uns der Klimawandel und die Ernährungsnot (außerhalb unserer satten Welt) tatsächlich anrühren. Ja, das Engagement ging teilweise so weit, dass wir die Einsicht hereinließen, eine der falschen Antworten auf die eine Bedrohung könne die andere sogar verschärfen. Inzwischen sind längst andere Wolken an unserem Ereignishimmel aufgetaucht: die Finanzkrise und die Wirtschaftskrise. Und da beide weniger unser Mitgefühl mit den entfernten Benachteiligten wachrufen als vielmehr böse Ahnungen und Angst vor zu erwartenden eigenen Leiden, beanspruchen sie nicht selten all unsere Aufmerksamkeit. Dabei merken wir oft gar nicht, wie diese üblen Phänomene - die jetzigen wie die fast schon wieder vergessenen - miteinander zusammenhängen. Wie sie letztlich ihre Ursache darin finden, welche Strukturen und welche Denkweisen sich die Gattung Mensch über die Zeiten hinweg geschaffen hat und nach welch eigenartigem Trägheitsgesetz wir diese heute noch beibehalten. Die international geachtete Aktion der Evangelischen Kirche „Brot für die Welt“ gehört indes zu jenen Nichtregierungsorganisationen, die nicht nur mit allen Kräften versuchen, die aus dieser Trägheit resultierende Not zu lindern, sondern dabei hierzulande auch das „Brot der Aufklärung“ verteilen. Über diesen Zusammenhang sprachen wir mit ihrer Direktorin, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Gedankensplitter aus dem Interview:

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