Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

HYDRASTIS - eines der ältesten Krebsmittel

Rosina Sonnenschmidt, 11.05.2009


Miasmatische Homöopathie
Kurze Vorstellung der Medikamente (Folge 3)

Hydrastis ist die kanadische Gelbwurz. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) und ist seit mehr als 100 Jahren aus der Krebsbehandlung nicht wegzudenken. Wie allgemein bekannt, tauchen Krebserkrankungen mehr in der zweiten Lebenshälfte auf, wenn die Immunkräfte und die Enzymbildung im Körper nachlassen. Hydrastis zählt zu den großen und hilfreichen Mitteln für kachektische Patienten mit großer Schwäche und mit dem Gefühl, ihr Tod sei bereits nahe.

Zur Wirkungsweise der Arznei

Hydrastis wirkt besonders auf die Schleimhäute und produziert dicke, gelbe, zähe, Fäden ziehende Sekrete. Das weist auf die „sekundäre Sykose“.  In der Vorgeschichte des betreffenden Krebspatienten gibt es über Jahre hinweg schlechte Verdauung und hartnäckige Verstopfung sowie katarrhalische Zustände in Hals, Magen, Uterus oder Harnleiter. Besonders ist zu beachten, wenn eine Patientin bereits in der Pubertät zu einer Kropfbildung neigte. Von großer Bedeutung ist außerdem, wenn eine hereditäre Gonorrhoe vorliegt, deren Symptome sich über Jahre verteilt haben (Arthritis, Konjunktivitis, Zystitis). Liegen solche Vorläuferkrankheiten vor und bildet sich in der Folge eine Krebskrankheit, dann ist Hydrastis ideal geeignet. Besonders dann, wenn sie schmerzhaft ist, aber noch keine Geschwüre bildet. In diesem Falle reicht die Wirkung bis in die tertiäre Sykose und an die Schwelle zur Syphilinie.

 

Wurde der Patient gegen Pocken geimpft, kann es sein, dass im Zuge der miasmatischen Behandlung Hautveränderungen auftreten, die an Pocken erinnern. Auch dann ist Hydrastis ein sehr gutes Heilmittel, um die alte Belastung zu beseitigen.

Wenn wir eine intelligente, eher intellektuell orientierte Patientenpersönlichkeit vor uns haben, die sehr klar denkt, sich ihres Zustandes bewusst ist und wenig Ängste hat, kommt ein wichtiger Behandlungsbonus hinzu: Hydrastis kann dann miasmatisch und konstitutionell eingesetzt werden, da der oder die Betreffende meist sehr kooperativ ist und die Logik dieser Therapie verstehen will und sie auch versteht.

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