Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Vorstöße

Mehr als ein Spatz in der Hand

11.05.2009


Rainer Sturm-pixelio

Ein neuartiges Haus in Bayern „kellert“ die Wärme der Sonne ein.

Auch wenn die Energiepreise - sicherlich vorübergehend - in den letzten Monaten spürbar gesunken sind, bleibt es dabei: Wir müssen weg von den fossilen Brennstoffen. Sie sind endlich, ihr Abbau und ihre Nutzung gefährden Natur und Klima, und sie bescheren uns eine unsichere wirtschaftliche und politische Abhängigkeit. Dass für die Deckung unseres Energiebedarfs künftig die Sonne einmal die ideale Lösung bieten kann, darüber besteht weithin Einigkeit. Im Heft 2/2008 sprachen wir darüber mit dem Solartechnik-Experten Prof. Thiessen. Er plädierte für ein großes gesellschaftliches Programm zur baldigen Umsetzung dieser Vision, und er hielt das für durchaus machbar, wenn die Politik es nur wirklich wollte. Inzwischen scheint die Krise von Wirtschaft und Finanzen solche Überlegungen in den Hintergrund gedrängt zu haben. Dies, obwohl der flächendeckende Aufbau einer alternativen Energiewirtschaft mit allem Drum und Dran sicherlich das Zeug dazu hätte, ein Konjunkturprogramm par excellence zu sein. Mehr jedenfalls als Investitionen in derzeitige Technologien. Für Realisten indes gilt auch hier die Weisheit, dass der Sperling in der Hand noch immer besser ist als die Taube auf dem Dach. Der bayrische Architekt Dipl.-Ing. Alfons Lengdobler z. B. hat sich einen solchen „Sperling“ geschaffen. Er baute sich ein Haus, das nun von fünf Personen bewohnt wird und ganz ohne herkömmliche Energieträger auskommt. 2008 erhielt er dafür den Energiepreis des Freistaates Bayern. Ist sein „Spatz“ vielleicht schon so potent, dass aus ihm einmal ganze Schwärme werden könnten? „PROVOkant sprach mit dem Architekten in Pfarrkirchen.

Gedankensplitter aus dem Interview:

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