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Lothar Hirneise, 11.05.2009

THL - Chinas Antwort auf Krebs
In den letzten Jahren bin ich in vielen Ländern gewesen, um mir vor Ort ein Bild davon zu machen, wie man anderswo Krebs behandeln kann - ohne Chemotherapie und ohne Bestrahlung. Mit den Jahren wird man dadurch leider etwas abgestumpft, und man lässt sich nicht mehr so leicht von irgendetwas überzeugen. Doch ab und zu passiert es, dass man doch wieder einmal Daten über eine Krebstherapie in die Hand bekommt, bei denen man sich fragt: Wie war es nur möglich, dass ich davon noch nichts gehört habe? Genau um so eine Therapie geht es sicherlich bei der Behandlung mit Tien Hsien Liquid, kurz THL, dem wohl derzeit in China bekannteste Krebsmittel überhaupt. Die Antwort aber auf die Frage, warum man erfolgreiche Dinge oft nicht kennt, ist übrigens ganz einfach: Man sucht an der falschen Stelle.
Auszüge aus dem Artikel:
Woher bezieht heutzutage ein Arzt eigentlich sein Wissen? An den Universitäten jedenfalls gibt es weit und breit keinen einzigen Professor, der Vorlesungen über unkonventionelle Krebstherapien hält. Und die medizinischen Fachkongresse? Die werden ausnahmslos alle von Pharmafirmen gesponsert, so wie die entsprechenden Fachmagazine von Anzeigenkunden und Verlegern kontrolliert werden.
Was ist THL? - Tien Hsien Liquid (früher auch Tian Xian genannt) ist eine Mischung von chinesischen Kräutern, die nur in einem ganz bestimmten Gebiet Chinas, in Chang Bai, wachsen. Diese Mischung wurde 1986 von dem in China sehr berühmten Arzt Dr. Zhen Guo Wang entwickelt. Für chinesische Verhältnisse ist THL ein relativ teures Krebsmittel. Man muss mit Kosten von etwa 25 bis30 EURO pro Tag rechnen. Aus diesem Grunde ist es in China für viele Kranke leider nicht möglich, es zu erwerben. Dr. Wang hat deshalb auch andere, preiswertere Mischungen ausprobiert, doch diese hatten leider nicht annähernd die gleiche Wirkung.
THL wird nämlich in Asien nicht nur von alternativen bzw. traditionellen TCM-Ärzten verschrieben, sondern auch von konventionellen Onkologen und Radiologen, und zwar zur Abschwächung der Nebenwirkungen von Chemotherapien und Bestrahlungen. Im April 2009 traf ich mich z. B. in Bangkok mit einem Radiologen, der THL seit vielen Jahren einsetzt, um einerseits Nebenwirkungen einzudämmen, andererseits aber auch, um die Wirkung von Bestrahlungen zu verstärken. Auch Dr. Yeh Chi-Yuan vom Metroharbor Cancer Treatment Center in Taiwan hat in einer Studie aus den Jahren 2003 und 2004 bewiesen, dass unter einer Bestrahlungstherapie sich die Lymphozytenaktivität durch die Gabe von THL deutlich verbessern lässt. Auffallend waren hierbei die Resultate bei Brustkrebs (83,3 % zu 33,3%). Viele Ärzte setzen THL jedoch ausschließlich ohne alle Chemotherapie und Bestrahlung ein, als ein zytostatisch wirkendes Mittel. Und sie berichten selbst bei bereits medizinisch aufgegebenen Patienten von fast unglaublichen Ergebnissen dieser Therapie.
Neueste Forschungen konzentrieren sich im 21. Jahrhundert auf so genannte Krebsstammzellen. Dies sind Zellen, die Schlüsselmerkmale aufweisen, wie z. B. eine unbegrenzte Lebensdauer oder die Fähigkeit, ein ganzes Spektrum der verschiedensten Zelltypen hervorzubringen. Wir wissen heute, dass in einem Tumor nur eine sehr begrenze Anzahl von Zellen diese Eigenschaften haben, und deshalb konzentrieren sich immer mehr Forscher in ihrer Arbeit auf diese Krebsstammzellen. Inzwischen wurden derartige Stammzellen für folgende Krebsarten gefunden: akute myeloische Leukämie (1994), akute lymphoblastische Leukämie (1997), chronische myeloische Leukämie (1999), Brusttumoren (2003), multiples Myelom (2003) Hirntumoren (2004) und Prostatatumoren (2005). Als Forscher des National Health Research Institutes in Taiwan THL erforschten, konnten sie kaum glauben, dass THL nicht nur eine Wirkung auf jene Rezeptoren hatte, auf die auch die Target-Therapien abzielten. Es war darüber hinaus tatsächlich auch in der Lage, Krebsstammzellen abzutöten