Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Editorial

03.08.2009


Liebe Leserin, lieber Leser!

„Jeder 5. Brustkrebs heilt von selbst“ konnte man Ende letzten Jahres bei Focus-online lesen. „Ein Dogma der Krebsmedizin stürzt“ - so betitelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 04. Februar 2009 einen ihrer Beiträge. Und vor kurzem erst, Anfang Juni, schreibt sogar das „Handelsblatt“ von den „Grenzen der Tumortherapie“, so die Überschrift. Dies ist nur eine kleine Auswahl an Artikeln, die über interessante Studien berichten. Interessant insofern, als sie Ergebnisse veröffentlichen, die für die etablierte Onkologie einige unangenehme Fragen aufwerfen. Das heißt: Sogar von Seiten der  Mainstream-Medien wird zugegeben: Ja, unser kritisches Nachfragen nach dem Sinn und dem Unsinn bestimmter Formen von Krebsvorsorge, Operationstechniken und einzelner Krebsmedikamente waren und sind berechtigt. Deshalb ist es nach wie vor wichtig, dass möglichst viele Menschen davon erfahren und auf diesem Wege Informationen zu möglichen Alternativen erhalten. Vor allem die etwas andere Vorsorge von Brustkrebs, die Sie in dieser Ausgabe kennen lernen werden, ist ein wunderbares Beispiel dafür.

Am Ende kommt es dick: Unsere Schweizer Nachbarn stimmten am 17. Mai 2009  per 2/3 Mehrheit für die Verankerung der Komplementärmedizin in ihrer Verfassung! Und, damit Sie das auch richtig verstehen: für die Aufnahme der Antroposophischen Medizin, Klassischen Homöopathie, Neuraltherapie, Phyto-Therapie und der Traditionellen Chinesischen Medizin in den Erstattungs(!)katalog der Krankenkassen. Außerdem erfolgt die Integration der Komplementär-Medizin in Lehre und Forschung an den Universitäten, und die Wahrung des bewährten Heilmittelschatzes bekam ebenfalls Verfassungsrang.

Welch Lichtblick, denken wir an die Angriffe des „Codex Alimentarius“ auf diesen Teil der ganzheitlichen Medizin. Also, ich persönlich bezweifle es schon lange, ob man bei unseren eidgenössischen Nachbarn wirklich von sprichwörtlicher Langsamkeit sprechen kann. Fortschrittlichkeit wäre wohl zutreffender! Hätten wir in Deutschland ähnlich viel direkte Demokratie, so wäre sicherlich ein vergleichbares Ergebnis zu erwarten. Verschiedene Studien in den vergangenen Jahren zeigten immer wieder, dass eine große Mehrzahl von Patienten und Patientinnen sich eine integrative Medizin mit ganzheitlichem Ansatz wünscht. Immerhin 73 % der Deutschen gaben laut Institut für Demoskopie, Allensbach, bereits im Jahre 2002 an, Naturheilmittel anzuwenden. Diese Vorliebe hat sich nach unseren Erfahrungen inzwischen nicht verringert. Auch in Deutschland wünschen sich immer mehr Menschen eine ganzheitlich und individuell ausgerichtete Medizin. Unsere Entscheidungsträger täten deshalb gut daran, diesen Wunsch stärker zu respektieren. Oder was meinen Sie?

 „Nichts ist steter als der Wandel“ und getreu diesem Grundsatz darf ich Sie bitten, Ihre Wünsche zur zukünftigen Gestaltung unserer Zeitschrift zu äußern. Was gefällt Ihnen daran? Was sollten wir unbedingt zusätzlich anbieten? Was ist verbesserungswürdig? 16 Seiten stehen uns in jeder Ausgabe zur Verfügung, und die sollen Sie möglichst kompakt über für Sie Wichtiges informieren. Einige Ideen hierzu gibt es schon, und wir stimmen diese gerne mit unseren Vereins-Mitgliedern und mit unseren Lesern ab. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge an unsere Chefredakteurin Frau Elke Linder. elkelinder@lebenmitkrebs.com oder per Telefax an 0 22 47 - 75 60 662.

Bereits in dieser Ausgabe haben wir einige Änderungen vorgenommen. Auf zwei Seiten gehen wir gezielt auf Leserfragen ein. Des Weiteren informieren wir Sie über Neuigkeiten aus dem Bereich der Onkologie und stellen interessante Bücher vor. Diese Seiten sollen Ihnen in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, Ihre speziellen Fragen zu stellen, beispielsweise zu bestimmten Therapien oder zu Bezugsquellen von speziellen Präparaten etc. Im Hintergrund steht ein Expertenteam, das sich jeweils in kurzen Sätzen zu bestimmten Therapien äußern wird. Unmittelbare Therapieempfehlungen können in unserer Zeitschrift jedoch aus vielerlei, vor allem aber rechtlichen Gründen nicht gegeben werden. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre aktive Mitarbeit, so dass wir unser Wissen zum gegenseitigen Nutzen immer besser miteinander teilen können.    

 

Deshalb grüßt Sie in Aufbruchstimmung

Ihre Bettina Wiegrebe

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