Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Diktatorisches

Ein Rat der Götter?

03.08.2009


Ray, fotolia.com

In diesem Lande entscheidet ein „Gemeinsamer Bundesausschuss“ darüber, was in der Medizin Wissenschaftlichkeit ist.
Durch das Raster dieses Gremiums fallen viele Therapien - aber auch Patienten.

Wenn im Hickhack eines Kostenübernahmestreits eine todkranke Patientin Gefahr läuft, den Paragraphen geopfert zu werden, weil die einzige, vielleicht auch jetzt noch rettende Therapie nicht bezahlt werden darf, dann richten sich Enttäuschung und Wut in erster Linie gegen die betreffende gesetzliche Krankenkasse. Sicher ist solche Kritik insofern zu verstehen, da auch jede dieser Kassen einen so genannten Ermessensspielraum besitzt. Meist schreiten sie diesen aber nicht so aus, wie es im Interesse ihrer Versicherten notwendig wäre. Indes sollte man die Verantwortlichen für solche Patientenunfreundlichkeit, ja Herzlosigkeit, lieber an jenen Schreibtischen suchen, die einige Etagen höher aufgestellt sind. Die Richtlinien, nach denen sich die Krankenkassen im Wesentlichen zu verhalten haben, werden nämlich von einem Gremium festgelegt, das sich offenbar im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt. Es handelt sich um eine Art „Rat der Götter“. Seine 21 ernannten Mitglieder befinden in eigenartiger Machtfülle darüber, welche Therapien und Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden dürfen und welche nicht. So schaffen sie ein Raster, durch das alles fällt, was in ihren Augen nicht „wissenschaftlich allgemein anerkannt“ ist.

Gedankensplitter aus dem Beitrag:

 Auch in den nächsten Ausgaben wollen wir deshalb diskutieren:

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