Neue Ausgabe Oktober/November/Dezember 2009

Die neue Ausgabe ist seit 29. Oktober 2009 im Bahnhofsbuchhandel und über Internetbestellung erhältlich.

Mit Beihefter "Krebs als Chance"

Diktatorisches

Machtzentrum ohne Wahlrisiko

03.11.2009


Artsem Martysiuk, fotolia.com

Ein Ausschuss erlässt „Gesetze“, auf die davon Betroffene keinen Einfluss haben.

Die gesetzlich Krankenversicherten in unserem Lande, und das ist die große Mehrheit der Bevölkerung, haben sich mittlerweile daran gewöhnen müssen, dass ihre Kassen eine Leistung nach der anderen kürzen oder streichen. Nun, wenn die Leidtragenden solcher Salami-Taktik weder übermäßige Bürokratien noch stattliche Immobilien „durchzufüttern“ hätten und unnötige, aber offensichtlich profitable Behandlungen entfielen, dann könnte man durchaus ein Einsehen haben: Es lässt sich aus einem Topf nur das schöpfen, was drin ist. Nicht selten wird es jedoch widersinnig, wenn von Patienten gewünschte Behandlungen selbst dann nicht bezahlt werden, wenn bei deren Einsatz mitunter sogar noch gespart werden könnte. Meist sind das naturheilkundliche Therapien, aber es betrifft auch neue Entwicklungen reiner Schulmedizin. Zu solchen Verweigerungen kommt es meist nur deshalb, weil ein mit erheblichen Vollmachten ausgestattetes Gremium ohne öffentliche Diskussion darüber entscheidet, ob das betreffende Verfahren wissenschaftlich ist oder nicht. In unserer letzten Ausgabe berichteten wir von einem solchen Fall („Die Schlange steht Kopf“). Sozialgerichte haben sich mit den daraus erwachsenden Konflikten immer wieder herumzuschlagen. Langjährige Erfahrungen musste damit auch die Vorsitzende Richterin am Landessozialgericht Bremen-Niedersachsen, Frau Schimmelpfeng-Schütte machen. Wir sprachen mit ihr darüber in Celle.

Gedankensplitter aus dem Interview:

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